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1. Tag / Sonntag:
"Drum bun!" (rumänisch: Gute Fahrt!)
ruft uns der alte Schiffer zu, als wir nach Überquerung
des ca. 100 Meter breiten Mures-Flusses von seiner betagten
Gier-Fähre wieder ans Ufer rollen. Treffpunkt zu dieser
Reise ist der rumänisch-ungarische Grenzübergang
bei Arad. Wenige Kilometer nach der Grenze schwenken wir
dann nach rechts von der Hauptstraße ab und unser
Konvoi strebt über kleine, endlose Alleen dem Landesinneren
Rumäniens zu. Urige Dörfer mit Ziehbrunnen und
schnatternden Gänsen auf der Straße säumen
den Weg. Mais- und Kürbis-Felder liegen rechts und
links der Pisten und wir ziehen vorbei an mit Kopftuch und
Schürze bekleidten Frauen, die kurz bei der Feldarbeit
inne halten und uns winkend nachschauen...
2.
Tag / Montag:
Noch am Vormittag zeichnen sich die ersten Ausläufer
der Karpaten am Horizont ab. Über Luncanii de Jos steigen
wir in das Gebirge ein. Schmal sind die alten Karren-Wege,
die die kleinen Dörfer seit Jahrhunderten verbinden.
Tief haben sich die Räder der Ochsen-Karren in den
Boden geschnitten. Volle Aufmerksamkeit ist angesagt, ohne
Untersetzung geht hier nichts. "Hier wirkt 4x4!"
Immer wieder sind schmale und enge Kehren zu durchfahren.
Der jeweilige Vordermann weist seinen Hintermann ein, mit
Teamgeist kommen wir durch. Der nächste Track beginnt
auf der anderen Seite des Flusses: "Bordverschlüsse
überprüfen und durch!" Für einige
hundert Meter geht es im seichten Flußbett gegen die
Strömung längs, dann der Ausstieg über die
Böschung, ein kurzer Gasstoß und es geht wieder
in den Wald hinein. Gegen Abend heulen die Motorsägen
aus den Organisationsfahrzeugen auf, ein abgestorbener Baum
wird gefällt und unser Lagerfeuer flackert in der Nähe
von Rusca Montana.
3.
Tag / Dienstag:
Kurs "Nord-Nordost, ...Peilung
Null-Drei-Null", mal bergauf, mal talwärts,
mal einige hundert Meter im Bachbett längs, mal auf
vergessenen Holzrückewegen durch endlose Buchenwälder.
Stammdurchmesser von 1,50 Meter sind hier nicht selten!
Mehrere hundert Jahre alt sind diese Baum-Riesen. Noch älter
ist die Straße, die wir gegen Abend erreichen. Vor
fast 2000 Jahren hat der römische Kaiser Trajan mit
ihrem Bau nach seinem erfolgreichen Feldzug gegen die Daker
begonnen. Hier ließ er die Hauptstadt seiner neuen
Provinz Dakien errichten. Unweit der ehemaligen Gladiatoren-Schule
von Ulpia Traiana Sarmizegetusa schlagen wir unser Lager
auf. Hinter einem Bauernhof zwischen den Obstbäumen
befindet sich der offizielle "Campingplatz" des
Ortes und unser Lagerfeuer prasselt auf historischem Boden.
Am nächsten Morgen können wir die ausgegrabenen
Ruinen der Römer-Stadt besichtigen.
4. Tag / Mittwoch:
Bevor wir ab heute für den Rest der Reise die Zivilisation
endgültig verlassen, können wir uns in einer rumänischen
Kleinstadt noch einmal vernünftig mit Treibstoff und
gutem Proviant versorgen. Der Einstieg zum Tartaren-Pass
ist von hieraus schon auszumachen. Gegen Mittag durchfurten
wir einen Fluß und dann windet sich die lehmige Piste
immer höher. Ab 1500 Metern werden die Wälder
lichter und öffnen den Blick auf die umliegenden Bergrücken.
Keine menschliche Ansiedlung mehr, nur noch einige aufgegebene
Geister-Dörfer säumen den Weg: Wir dringen vor
in die Einsamkeit der Karpaten.
Wir
sind in Transsylvanien und so werden am abendlichen Lagerfeuer
die einheimischen Scouts ausgefragt: "Was ist dran
an den Vampir-Sagen?" Natürlich können
sie dazu Geschichten erzählen, in jedem Dorf ist hier
schon irgendetwas Unerklärliches vorgefallen. Und so
mancher Teilnehmer zieht heute Nacht die Leiter von seinem
Dachzelt ganz hoch... ;-)
5.
Tag / Donnerstag:
Der Tartaren-Pass! Ein 120 Kilometer langer Offroad-Track
schlängelt sich hier bis in knapp 2000 Metern Höhe
über die Bergrücken der Karpaten. Immer dem Hauptkamm
folgend, steigt er mal an und fällt mal ab. Teilweise
zeigt er sich ruppig steinig, teilweise führt er über
liebliche Almwiesen, die von blühenden Krokussen übersät
sind. Der Track ist ausgewaschen und manchmal sehr steil.
Hier haben wir bei Touren im Spät-Herbst schon zornige
Wintereinbrüche erlebt und mussten umkehren. Aber jetzt,
im Hochsommer, sind wir sicher vor Eis und Schnee und dringen
immer weiter vor bis uns das nächste Hindernis den
Weg versperrt. Mal sind es umgestürtzte Baum-Riesen,
die wir mit den Motorsägen und Seilwinden der Orga-Fahrzeuge
zur Seite ziehen müssen, mal müssen wir feststeckende
Geländewagen aus dem zähen Schlamm bergen, echtes
Offroad-Working pur.
Immer
wieder öffnen sich weite Fernsichten, so schimmern
nördlich des Passes ganz in der Ferne die Dächer
einer Stadt. Die Dächer der "verbotenen Stadt".
Hier wurden zu Zeiten des kalten Krieges, in einem versteckten
Seitental der Karpaten, in dunklen Fabriken russische Waffen
in Lizenz gebaut. Deshalb tauchte diese Stadt bis zur Wende
in keiner offiziellen Landkarte auf, als würde diese
Stadt gar nicht existieren.
6. Tag / Freitag:
Rumänien! Bei jeder Offroad-Reise durch dieses Land
lernt man viel. Über sich selbst, über andere
Menschen, über sein Fahrzeug, über das Offroad-Fahren,
über die Karpaten, über das harte, entbehrungsreiche
Dasein der Menschen hier oben in den Bergen, die trotz der
Kargheit ihres Lebens auf uns immer einen zufriedenen und
sehr freundlichen Eindruck machen. Sie vermitteln ein ganz
anderes Bild, als wir uns vielleicht vor dieser Reise von
den Rumänen gemacht haben.
Allmächlich tauchen heute die ersten Vorposten der
Zivilisation wieder auf. Wir kommen tiefer, die Höfe
der Bergbauern werden zahlreicher, stehen dichter zusammen,
die ersten haben auch schon Elektrizität. Unsere Offroad-Reise
neigt sich dem Ende. Doch noch einmal schweift der Blick
weit über das den Karpaten vorgelagerte Tiefland der
Walachei.
Romania! ... ein ganz besonderes Abenteuer!
Schwierigkeitsgrad: xxxxx
Teilnahmevoraussetzung:
Ihr Fahrzeug muß über geländetaugliche Bereifung
verfügen.
Eine Seilwinde ist nicht unbedingt erforderlich.
Bei unserer anderen Rumänien-Camp-Reise, der "Trans-Karpaten-Tour"
können dagegen nur Fahrzeuge mit Seilwinde teilnehmen:
zur "Trans-Karpaten-Tour"
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Termine
2012
13.
bis 18. Mai 2012*
15. bis 20. Juli 2012
12.
bis 17. August 2012*
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Versorgungsmöglichkeiten:
Wir versuchen spätestens alle
3 Tage Ortschaften anzusteuern, wo wir uns mit Treibstoff
und frischem Proviant versorgen können. Ein 20 Liter
Zusatzkanister für Treibstoff ist ausreichend.
Allgemeine
Reise-Info:
Wir sind in Transylvanien, jeder denkt dabei sofort an den
Grafen Dracula. Das Vorbild zur Dracula-Saga, Vlad Draculea,
der Wojvode der Walachei, hatte mehrere Burgen, und diese
ziehen jeden Rumänien-Reisenden natürlich magisch
an. Wenn wir am Freitag-Nachmittag den Rückmarsch zur
Grenze antreten, fahren die Scouts von TC-Offroad an einer
der Burgen vorbei, wo sich Vlad Draculea zeitweise aufgehalten
hat. Wir werden auch dieses Mal die Burg wieder besichtigen.
Leistungen:
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Teilnahme an der Reise "Über den Tartaren-Pass...!"
- deutsche Reiseleitung mit ortskundigen Scouts
- zum TC-Team gehört ein einheimischer Ranger mit allen
Genehmigungen (Info)!
- Streckenführung über fahrtechnisch anspruchsvolle
Offroad-Tracks
- Camp-Übernachtungen auf besonders schönen Campstellen
in den Bergen
- Camp-Service (z.B. Aufenthaltszelt und Felddusche in den
Camps)
- Genehmigungsgebühren und Camp-Entgelte
- jedes
Fahrzeug erhält von uns leihweise ein sehr gutes Funkgerät
- Reisesicherungsschein
- Reiserücktrittsversicherung
-
Durchführungsgarantie (Info)
-
auf
Wunsch individueller Teilnehmer-Aufkleber (Foto)!
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exklusiv nur für Teilnehmer dieser Reise gibt es als
Erinnerungsgeschenk an die Reise "Über den Tartaren-Pass...!"
hochwertige Landkarten mit eingedrucktem Streckenverlauf
in den Bergen
Reisepreis
inklusive Mehrwertsteuer:
1195,- EUR für pro Geländewagen / Mitfahrer unbegrenzt
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